Die Judenverfolgungen der Nazis
URSACHEN: Die Nazis haben den Antijudäismus zwar perfektioniert, sind jedoch nicht dessen Erfinder. Bereits 500 Jahre zuvor forderte Martin Luther dazu auf, alle Juden tot zu schlagen, wenn sie sich nicht zum Christentum bekennen wollten. Der christliche Antisemitismus brachte im Laufe der Jahrhunderte ein Pogrom nach dem anderen hervor. Dazu kam noch eine verhängnisvolle Gemeinsamkeit von Nazis und Juden. Die Nazis hielten ihre "arische Herrenrasse" und die Juden sich selbst für ein auserwähltes Volk. Nun, es ist eigentlich klar, dass es für zwei "auserwählte Völker" in dem engen Europa keinen Platz geben könnte...
GAB ES ALTERNATIVEN FÜR DEN GENOZID? Unbestritten ist, dass die Nazi die Juden aus Deutschland und den von ihnen beanspruchten Herrschaftsbereich, also Europa, entfernen wollten. Um dieses Ziel erreichen zu können, müßte man jedoch nicht zwangsläufig einen Völkermord begehen. Es hätte durchaus gereicht, die Juden aus Europa zu vertreiben. In der Tat gab es in den 1930ger und 40ger Jahren entsprechende Pläne die Juden in eine neu zu schaffende deutsche Kolonie in Afrika, zum Beispiel auf die ostafrikanische Insel Madasgaskar oder in bestimmte Gebiete Osteuropas umzusiedeln.
Der Handlungsbedarf stieg, da durch die deutschen Eroberungen zu Beginn des zweiten Weltkrieges immer mehr Juden in den Herrschaftsbereich der Nazis kamen. Nach dem erfolgreichen Frankreich Feldzug erhofften sich die Nazis durch den Sieg über England auch den Zugriff vor allem auf die damaligen afrikanischen Kolonien Frankreichs und Großbritanniens. Mit erbeuteten Schiffen hätte man die Deportation der Juden relativ leicht bewältigen können. Doch der Sieg über England blieb aus, aber was wäre andernfalls geschehen?
Nun könnten wir es uns sehr einfach machen und die damaligen Aussiedlungspläne der Nazis als billige Propaganda abtun, aber selbst wenn es wirklich nur Propaganda war, beweist das zumindest doch, dass die Nazis zumindest noch auf die Wahrung ihres Ansehens in der Weltöffentlichkeit bedacht waren. Das sind viele Neonazis selbst heute noch durch die Leugnung des Genozids. Davon abgesehen hätte man auf diese Weise auch den berechtigten Wunsch der Juden nach Gründung eines eigenen Staates erfüllen können, so dass viele von ihnen sogar freiwillig Europa verlassen hätten.
Die Nazis entschlossen sich letzten Endes erst dann den Völkermord durchzuführen, nachdem sie gesehen hatten, dass sie den Krieg nicht mehr gewinnen können.
Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Auch die Vertreibung einer Bevölkerungsgruppe aus ihrer Heimat ist ein schweres Unrecht, man denke nur einmal an das Leid der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg. Allerdings besteht zwischen einer Vertreibung und einen Völkermord immer noch ein erheblicher qualitativer Unterschied.
DIE LEUGNUNG DES NS - GENOZIDS: Welche Gründe könnte es für Menschen geben, den NS - Genozid zu leugnen, obgleich er ein erwiesener historischer Fakt ist?
* UNSERIÖSE INFORMANTEN: So sicher wie Auschwitz bewiesen ist, ist bewiesen, dass vor allem die Amerikaner vorsätzlich Lügen über die Nazis verbreiten haben und bis heute immer noch wider besseren Wissens verbreiten. So ist die Behauptung der US - Propaganda, die Nazis wären Atheisten gewesen, absolut haltlos. Die Nazis waren geprägt vom christlichen Gedankengut, wollten die christlichen Kirchen als Staatskirchen behalten und längerfristig die alten germanischen Religionen wieder einführen zur Stärkung der germanischen Identität der Bevölkerung. Außerdem waren die Nazis stark der Esoterik (Aberglauben etc.) zugeneigt. So gab es kein einziges See- oder Luftschiff, welches den Namen "Adolf Hitler" trug. Wäre dem Schiff etwas zugestoßen, hätten das die Nazis als schlechtes Omen angesehen...
Während mißliebige Nazis in den berühmten Nürnberger Prozessen nach dem Kriege von den Alliierten vor Gericht gestellt wurden, erhielten die Nazis, die den Siegermächten nützlich sein konnten ein Luxusasyl erster Klasse in Amerika und auch in der Sowjetunion. Damit sind insbesondere die Fachleute aus der zur damaligen Zeit weltweit führenden Raketentechnologie der Nazis gemeint. Zudem wurde kein einziger Kriegsverbrecher der Alliierten - zum Beispiel die Verantwortlichen für den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki - vor Gericht gestellt. Das entwertet die Nürnberger Prozessen als Rachejustiz.
* WUNSCHDENKEN: Die bewußte Leugnung von Wahrheiten ist immer auch ein Zeichen von Distanzierung. Was sie nicht haben wollen, das ignorieren viele Menschen eben gern. Es ist vergleichbar mit einem religiösen Glauben, dabei glaubt man an etwas, woran man - aus welchen Gründen auch immer - glauben will, völlig egal, ob es mit der Realität etwas zu tun hat oder nicht. Deshalb kann ich auch in der Leugnung des Völkermordes keine Beleidigung der Juden erkennen. Wer die Juden beleidigen möchte, der würde eher den Völkermord rechtfertigen.
* ANGRIFF GEGEN DEN STAAT: Einen interessanten Artikel zu diesem Thema fand ich in der WAZ (Westdeutschen Allgemeinen Zeitung) vom 25. 5. 1985. Dem zu Folge führte die Hamburger Justizsenatorin Leithäuser (SPD) aus, mit der Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen solle in Wahrheit der Staat (gemeint ist die Bundesrepublik Deutschland) angegriffen werden. Die Leugnung von NS Verbrechen müsse als gesonderter Straftatbestand verfolgt werden.
"Ein Angriff gegen unseren Staat" - diese Aussage wirft eine Reihe weiterer Fragen auf. Könnte man den Staat Bundesrepublik Deutschland mit der sogenannten Auschwitzlüge überhaupt angreifen?
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Wer den NS - Genozid leugnet, würde natürlich unter anderem auch die Bundesrepublik Deutschland der Lüge bezichtigen. Doch welch einen Grund könnte es für ein Land geben, absichtlich solch eine nicht gerade ruffördernde Geschichte zu erfinden? Das wäre wenig wahrscheinlich.
* Welche Folgen hätte es für unser heutiges Land, wenn es den NS - Genozid nicht gegeben hätte? Es gibt schließlich noch genug andere Dinge, die man den Nazis vorwerfen kann: Rassismus, Nationalismus, Imperialismus, allgemeine Intoleranz. Eine Rehabilitierung der Nazis wäre auf keinen Fall möglich.
Nein, durch die Verbreitung der sogenannten Auschwitzlüge könnte man die Bundesrepublik Deutschland gewiß nicht angreifen, zumal die Bundesrepublik in der relevanten Zeit noch gar nicht existierte. Wer die Bundesrepublik Deutschland wirklich "angreifen" will, der wird hunderte bessere Argumente finden.
Aber, außerdem: Warum hat die Bundesrepublik Deutschland Angst vor "angreifender" Kritik? Kann sie sich nicht mit Argumenten wehren statt mit strafrechtlicher Gewalt? Wenn diese Frage verneint werden muß, dann wäre das aber ein echtes Armutszeugnis für den Staat...
DIE LEUGNUNG DES NS - GENOZIDS gegen die Juden ist eine Geschmacklosigkeit, aber letzten Endes auch nicht mehr als das und auf keinen Fall ein strafwürdiges Delikt. Die Meinungsfreitheit deckt auch das vorsätzliche Verbreiten objektiv falscher Tatsachenbehauptungen. Wäre dem nicht so, müßte man sogar die Religion verbieten. Eine Sonderbehandlung bei der Sanktionierung der Leugnung des NS - Genozids sollte es nicht geben. Entweder muß man die Verbreitung aller falschen Tatsachenbehauptungen bestrafen, oder aber keine. Staat, Gesellschaft und auch die Juden selbst müssen es aushalten, dass es nun einmal ein paar Menschen gibt, die den Völkermord leugnen. Über diesen Dingen muß man eben stehen, mit staatlicher Gewalt läßt sich dieses Problem ohnehin nicht lösen, sondern nur durch sachliche Aufklärung, der die breite Masse der Bevölkerung immer noch offen gegenüber steht. Politisches Strafrecht, wie etwa der § 130 StGB Volksverhetzung, muß vollständig abgeschafft werden, zumal es ohnehin nur einige bestimmte, von der Obrigkeit unerwünschte Tatsachenbehauptungen bestraft, was auch nicht gerade der Glaubwürdigkeit des Staates dienlich ist.
Anders sieht es natürlich aus, wenn Völkermorde und Kriege eindeutig gebilligt werden. Nur, müßte man nicht in diesem Falle in erster Linie die Kirchen verbieten? Bibel, Koran und Talmud fordern schlielich dazu auf. Daran denkt aber niemand. So ist das nun einmal in unserem Lande, Recht und Moral werden ständig mit zweierlei Maß gemessen.
FAZIT:
Es ist erschreckend, mit welcher Hilflosigkeit unser Staat dem Phänomenen des Rechts- und Linksradikalismus gegenüber steht. Verbote und die Kriminalisierung von unangenehmen Kritikern sind kein geeignetes Mittel, um diesen Leuten gerecht zu werden. Auf diese Weise profitieren jene durch den Mitleidseffekt. Gerecht ist das alles nicht.
Die Glaubwürdigkeit des Staates bleibt völlig auf der Strecke. Solange dieser Staat mit der (christlichen) Kirche gemeinsame Sache macht, ist eine glaubwürdige Distanzierung von Auschwitz nicht möglich. Da nutzt es auch nichts, immer weitere Denkmale zur Erinnerung an den Völkermord aufzustellen und in immer neuen Sonntagsreden seine Abscheu dazu zum Ausdruck zu bringen. Vor allem bringt es nichts, immer strengere Gesetze zu fordern, die die allgemeinen Bürgerrechte weiter einschränken und damit die Unehrlichkeit und Staatsverdrossenheit der Bürger/innen fördern. So sind wir auf direktem Wege zu einer neuen Diktatur, und das wollen wir doch wohl nicht, oder?
Natürlich deckt die Meinungsfreiheit nicht Verleumdungen und Beleidigungen. Doch leider sind die Grenzen zur legitimen und notwendigen Kritik nicht eindeutig festzulegen, da sich manch einer schon durch wohlgemeinte Kritik involviert fühlt. Dennoch ist selbst eine überzogene, ja selbst verlogene Kritik, immer noch hinzunehmen, unsere Bevölkerung ist reif genug, sich darüber eine eigene Meinung bilden zu können.
...und nun zum Schluß die wichtigste aller Fragen:
Wie kann man verhindern, dass sich künftig solche Völkermorde wiederholen?
- unabhängig davon, wer das Opfer und wer der Täter ist -
Die Chance, künftig Völkermorde zu vermeiden, hat sich leider eher veschlechtert. Das hat nichts damit zu tun, dass die Menschen und ihre Regierungen aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, denn ansonstens hätten sie ja ihr Verhalten geändert.
Seit der Nazi - Zeit hat sich die Erdbevölkerung mehr als verdoppelt. Trotzdem betreiben die allermeisten Staaten der Erde immer noch eine geburtenfördernde Politik. Dabei werden die Ressourcen immer knapper, das merkt fast jeder von uns im täglichen Leben, wenn er den stetig stärker werdenden Konkurrenzdruck bei der Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, staatlichen Sozialleistungen und Renten spürt. In der sog. Dritten Welt geht es vielen Menschen nur noch um´s nackte Überleben. Es ist eben nicht mehr genug für alle da. Die Grenzen des Wachstums sind erreicht, eine gerechtere Verteilung der Güter würde langfristig aber auch nur Armut für alle bedeuten und wäre keine Lösung.
Wer sich in seiner Existenz bedroht fühlt, will sich natürlich schützen und entwickelt daher ein größeres Agressionspotential, was dann eines Tages zu einer Eskalation der Lage führen kann. Und die bedrohte Existenz existiert heute in der Realität und ist keine Einbildung.
Wenn wir also künftig keine Völkermorde und auch Kriege mehr haben wollen, müssen wir Menschen unsere hemmungslose Vermehrung einstellen. Daran führt kein Weg vorbei. Alle anderen auch noch so gut gemeinten Maßnahmen wären sonst völlig wirkungslos.